Vereinschronik der FSG Ilmberger

So fing es an

 

Im Jahr 1946 begann Peter Ilmberger mit dem Aufbau seines Unternehmens zur Maschinen- und Zahnradfabrik in Straubing und spezialisierte sich von Anfang an auf die Produktion von Verzahnungsteilen und Getrieben. Später kam die Ent-wicklung und Produktion von Beschichtungsmaschinen für die Reifenindustrie und anderen Produkten hinzu. Die Systeme der Firma Ilmberger sind seit über 50 Jahren weltweit im Einsatz.

 

Neben den unternehmerischen Zielen war es Peter Ilmberger aber auch ein Anliegen, die Gemeinschaft der Arbeitnehmer im Betrieb zu fördern. So unterstützte er von Anfang an die Idee, eine Firmensportgemeinschaft (FSG) zu gründen. Als Peter Ilmberger 1996 verstarb, war es für seine Tochter Irene selbstverständlich, die Belange der FSG auch weiterhin zu unterstützen.

 

Gründung der Firmensportgemeinschaft im Jahr 1955

 

Am 5. Juni 1955 fand um 10 Uhr die Gründungsversammlung in der Volksheim-gaststätte in Straubing statt. In Anwesenheit von 35 Mitgliedern wurde mit der Bekanntgabe der abteilungsinternen Satzung sowie mit der Wahl der dreiköpfigen Vorstandschaft, bestehend aus den Kameraden Seidl Erwin, Tkocz Hans und Sturm Paul, der Gründungsakt vollzogen und die Firmensportgemeinschaft TSV Ilmberger aus der Taufe gehoben. Durch den Anschluss an den TSV Straubing als Unterabteilung wurden gleichzeitig die Voraussetzungen geschaffen, mit einer Fußballmannschaft am aktiven Spielbetrieb teilzunehmen. In der Saison 1955/56 stieg man im Rahmen der Stadtmeisterschaft gleich in den Kampf um das Straubinger Stadtwappen ein.

 

Durch Erfolg nach oben bis zur B-Klasse

 

Bereits in der ersten Spielsaison errang man in einem 10er-Feld die Vizemeister-schaft und sorgte so für Aufsehen. Die Aufstockung einiger Spielklassen durch den Bayer. Fußballverband ergab für die Firmensportgemeinschaft die Möglichkeit, als Vizemeister der Straubinger Stadtliga im Spieljahr 1956/57 an der Meisterschaft der C-Klasse Straubing-Land teilzunehmen. Aus einem Teilnehmerkreis von 12 Mannschaften holte die aus dem Vorjahr bewährte Elf im April 1957 schließlich den Meistertitel, der zum Aufstieg in die B-Klasse berechtigte.

 

Dieser sportliche Erfolg brachte aber auch höhere finanzielle Anforderungen z.B. durch weitere Entfernungen zu den Spielorten mit sich. Dank des großen Engagements der Mitglieder um Vorstand Seidl Erwin konnte dies jedoch gelöst werden. Und so sorgte man auch in der höheren Spielklasse für Furore, indem man im Spieljahr 1957/58 auf Anhieb die Vizemeisterschaft errang. Noch weitere 2 Jahre bis 1960 gehörte die FSG der B-Klasse an, in der sie 1959 einen 4. Platz bei 13 Vereinen und 1960 bei gleicher Klassenstärke immerhin auch noch einen beachtlichen 6. Tabellenplatz erreichte.

 

Zurück in die Stadtliga

 

Mit dem Saisonende 1960 brachte eine weitgehende Spielklassenumbildung des Verbandes für die FSG als Unterabteilung des TSV Straubing das Ausscheiden aus der B-Klasse, ohne abgestiegen zu sein. Mit den Erfolgen der vorhergehenden Jahre kamen andererseits aber auch mehr Spieler zur FSG, so dass man zu-sätzlich eine 2. Mannschaft für die neue Sonderrunde bildete und trotz Rück-versetzung der nunmehrigen 1. Mannschaft in die Stadtliga mit großer Zuversicht in die neue Saison startete. Der angestrebte Erfolg stellte sich jedoch nicht ein und man erreichte in den folgenden beiden Jahren nur den 6. bzw. 4. Tabellenplatz. Auch die 2. Mannschaft kam in der neu geschaffenen Sonderrunde über Mittel-plätze nicht hinaus. Im Jahr 1961 gab es auch einen Wechsel in der Vorstands-spitze. Valentin Fröhlich übernahm das Amt des 1. Abteilungsleiters von seinem Vorgänger Seidl Erwin.

 

Viermal als Meister im Rampenlicht

 

Durch verschiedene Spielerneuzugänge verstärkt ging man ab 1962 sehr zuversichtlich in die neue Spielzeit. Darauf folgen sollte eine der erfolgreichsten Phasen der Vereinsgeschichte. Von 1962 bis 1966 errang man nämlich viermal hintereinander den Stadtmeistertitel und beherrschte ziemlich souverän die Stadtliga. Neben einem jeweils beachtlichen Punktekonto erzielte man in den Saisonen 1962/63 mit 113:41 Toren und 1963/64 mit 129:42 auch die meisten Tore. Die 2. Mannschaft vervollständigte den Erfolg in der Saison 1964/65, indem sie die Vizemeisterschaft in der Sonderrunde errang.

 

Jahre im sportlichen Mittelmaß

 

Nach den Meisterjahren waren insbesondere Veränderungen im Spielerstamm, das zunehmende Durchschnittsalter der 1. und 2.Mannschaft und natürlich fehlende Nachwuchsarbeit die Ursache dafür, dass man über Mittelplätze in der Stadtmeisterschaft nicht mehr hinauskam. Die 2. Mannschaft musste nach Ende der Saison 1969/70 (hier erreichte man immerhin noch den 4. Tabellenplatz) infolge von Spielerabgängen sogar den Spielbetrieb einstellen. 1974 entschloss sich die Firmensportgemeinschaft, eine AH-Mannschaft zu gründen und so die älteren Spieler auch weiterhin an den Verein zu binden. Mit anfänglich wenigen Freundschaftsspielen hat sich aber die AH-Mannschaft im Verein etabliert und bis zum heutigen Tag als wichtiger Grundstock des Fußballgeschehens in der FSG erwiesen.

 

1977 startete man mit der 2. Mannschaft nochmals einen Neuanfang in der Sonderrunde, der aber nach 3 Jahren wieder zu Ende ging. Da passte es auch in das Gesamtbild, dass die Firmensportgemeinschaft 1980 durch den Verkauf des Sportgeländes an der Regensburger Straße durch den TSV Straubing keinen Fußballplatz mehr hatte. Keine leichte Aufgabe für den damals neu gewählten Vorsitzenden Heppler Wilfried zu diesem Zeitpunkt. Durch eine Vereinbarung mit dem Schwesterverein TSV Kickers spielte man aber ab 1981 auf dem Kickers-platz, bis man dann nach Fertigstellung des Sportgeländes am Peterswöhrd wieder eine neue Heimat fand. Dies mag dann auch ein Grund dafür gewesen sein, dass erst in der Saison 1983/84 mit dem 3. Platz in der Stadtmeisterschaft nach 17 Jahren das beste Ergebnis seit der Meisterschaft 1965/66 erreicht wurde.

 

Das gesellschaftliche Leben in der Firmensportgemeinschaft

 

Für die Existenz und die innere Geschlossenheit einer Fußballabteilung - wie für jede Gemeinschaft - ist neben der sportlichen Leistung das gesellschaftliche Leben vielfach von entscheidender Bedeutung. Im Verlauf des Bestehens der Firmensportgemeinschaft hat die jeweilige Vorstandschaft dieser Erkenntnis Rechnung getragen. Vom schlichten Kameradschaftsabend bis zur gehobenen Weihnachtsfeier sowie fetzigen Faschingsgaudi, vom Herren- und Familien-camping und der Vatertagswanderung, dem Kegelturnier, dem Fahrradausflug und der Herbstwanderung bis zum großen Familienausflug an Seen, ins Gebirge und Städtetouren, verbunden mit Fußballländer- oder Bundesligaspielen war und ist an Veranstaltungen so ziemlich alles geboten, ganz im Sinne einer „Sport- bzw. Fußballfamilie“.

 

Ab Herbst 1968 hatte die Firmensportgemeinschaft ihr Vereinslokal im Schützen-haus am Hagen in Straubing, bis man dann nach 40 Jahren das Vereinsheim des FC Straubing als mit dem Spielbetrieb einhergehendes Vereinslokal wählte. Ab Juli 1973 begann man mit der Herausgabe der abteilungsinternen „Ilmberger Sportnachrichten“, die zu einer willkommenen Einrichtung mit dem erhofften, positiven Echo bei allen Lesern innerhalb und außerhalb der Sportgemeinschaft einschl. der Arbeitnehmerschaft der Firma Ilmberger wurde und sich bis zum heutigen Tag behauptete.

 

Erfolgreiche Zeiten mit Meisterehren

 

Aufgrund der in der Stadtmeisterschaft immer weniger werdenden Vereine wurde an deren Stelle im Jahr 1991 eine Stadt- und Landkreismeisterschaftsrunde eingerichtet. Bis dahin agierte die FSG fußballerisch mit unterschiedlichem Erfolg. Der 4. Tabellenplatz in der Saison 1989/90 war dabei das beste Ergebnis. Der Saison 1991/92 ging ein Vorstandswechsel von Wiesner Erwin auf Kuchler Hans voraus. Auch hatte man mit Sladek Helmut und Dietl Erich ein neues Betreuer-gespann gefunden. Das Resultat war, dass die Firmensportgemeinschaft die Saison als erster Stadt- und Landkreismeister abschloss. In den folgenden beiden Spielsaisonen erreichte man unter dem neuen Vorstand Schatz Albert den 3. Platz und die Vizemeisterschaft.

 

Ein totaler Umbruch stand der Saison 1994/95 und dem neuen 1. Vorstand Kell Arthur bevor. In der Jahreshauptversammlung wurde nämlich einstimmig dem Wechsel des Hauptvereins zugestimmt. Nach fast 40 Jahren trennte man sich vom TSV Straubing und schloss sich dem FC Straubing als Unterabteilung an und spielte ab diesem Zeitpunkt auf dessen Sportgelände.

 

Die Stadt- und Landkreismeisterschaft kämpfte durch immer weniger werdende Vereine ums Überleben. Umso erfreulicher war es, dass man unter dem ab 1998 neuen 1. Vorstand Binder Hans im Jahr 1999 Hallenmeister der Stadt- und Land-kreismeisterschaft wurde und im Jubiläumsjahr 2000 noch die Vizemeisterschaft in der Stadt- und Landkreisrunde feiern konnte. Im Jahr 2001 wurde die Stadt- und Landkreismeisterschaft aufgelöst. Die Firmensportgemeinschaft hat sie im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen der ursprünglichen Stadtmeisterschaft überdauert.

 

Es musste nun ein Weg gefunden werden, um einen weiteren Spielbetrieb für die FSG zu gewährleisten. Man fand die Möglichkeit, bei den Grashoppers Straubing als 2. Mannschaft in der A-Klasse zu spielen. Gleich in der ersten Saison 2001/02 wurde man Meister dieser Reserverunde. Im Folgejahr erreichte die FSG die Vizemeisterschaft und in der darauf folgenden Saison immerhin noch den 3. Tabellenplatz.

 

Die aktuelle Situation

 

Ab der Saison 2004/05 entfiel die Möglichkeit, als 2. Mannschaft in der Reserve-runde der A-Klasse zu spielen. Auch waren Abgänge von Leistungsträgern zu verzeichnen, so dass sich die Firmensportgemeinschaft entschied, die verblei-benden Spieler dem Hauptverein FC Straubing zur Verfügung zu stellen und fortan nur noch mit einer AH-Mannschaft unter dem Namen FSG Ilmberger anzutreten. Mit Beginn der Saison 2005/06 wurden die AH-Mannschaften der FSG Ilmberger und dem FC Straubing zusammengeführt. Seit dieser Zeit besteht ein gemein-samer Spielbetrieb einer AH- und einer AL-Mannschaft unter dem Namen FSG Ilmberger/FC Straubing AH/AL.

 

Die AH/AL-Mannschaft absolviert jedes Jahr an die 15 Freundschaftsspiele und nimmt zusätzlich noch an Hallen- und Kleinfeldturnieren teil. Der wöchentliche Trainingsbetrieb ist obligatorisch. Der Erfolg im Spielbetrieb hängt dabei entscheidend vom Spielerkader ab, den die AH/AL-Verantwortlichen (bis 2008 Korsa Joachim, danach Kaip Tibor) zur Verfügung haben. Im Vordergrund steht dabei neben der sportlichen Betätigung nicht zuletzt auch die Kameradschaft, was insbesondere dadurch zum Ausdruck gebracht wird, dass man nach dem Spiel mit dem Gegner gemeinsam zusammensitzt und über Fußball im Allgemeinen und das vergangene Spiel im Besonderen plaudert. Zum festen Bestandteil der Saison ist mittlerweile die Saisonabschlussfeier der AH/AL geworden, die auch von den nicht mehr spielenden Mitgliedern des FC Straubing und der FSG Ilmberger gern besucht wird.

 

Die Entwicklung der vergangenen Jahre hat dazu geführt, dass bei der Firmensport-gemeinschaft immer mehr der gesellschaftliche Teil in den Vordergrund tritt. Dies hängt damit zusammen, dass einerseits durch den fehlenden Meisterschaftsbetrieb im Fußball – man nimmt ja an keiner Spielrunde des BFV mehr teil – der Nachwuchs fehlt, andererseits die verbleibenden Mitglieder zunehmend älter werden. Dies gereicht dem Vereinsleben insgesamt aber keinesfalls zum Nachteil.

 

Im Jahr 2006 folgte auf den bis dahin 1. Vorstand Binder Hans der neue Vorstand Kell Arthur als 1. Abteilungsleiter sowie Dengler Heinrich (bis 2009) und Korsa Joachim (seit 2009) als 2. Abteilungsleiter. Bis zum heutigen Tag leiten die beiden die Geschicke des Vereins. Sie sind stolz darauf, dass die Firmensportgemeinschaft nach wie vor auf äußerst soliden Beinen steht und eine beachtliche Leistung sowohl in sportlicher als auch in gesellschaftlicher Hinsicht erbringt. Nicht unerwähnt darf selbstverständlich in dem Zusammenhang bleiben, dass die Firmensportgemeinschaft seit ihrer Gründung bis zum heutigen Tag sich der Unterstützung durch die Firmenleitung der Straubinger Zahnrad- und Maschinenfabrik Ilmberger gewiss sein kann. 

 

Der gesellschaftliche Bereich ist geprägt durch eine Reihe von Veranstaltungen und Aktivitäten das ganze Jahr über und wird von den Mitgliedern rege genutzt. Angefangen vom Bockbierfest und Frühstücksbrunch über Vatertagsausflug, Minigolf- und Kegel-turnier bis hin zum Wandertag ist für jeden etwas dabei. Abgeschlossen wird das Jahr jeweils durch die gemeinsame Weihnachtsfeier. Im Jubiläumsjahr findet insbesondere neben der Festveranstaltung im Juli ein Vereinsausflug ins Mostviertel in Nieder-österreich im September statt.

 

Im Jahr 2015 feiert die Firmensportgemeinschaft (FSG) Ilmberger ihr 60-jähriges Bestehen.

 

 

 

 

 

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